Amtliches Publikationsorgan der Gemeinde Zollikon

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Turmspitz vom Winde verweht

Die Sturmwinde vom Dienstagabend beschädigten die reformierte Kirche im Dorf: Der Turmspitz mit seiner Wetterfahne wurde vom Kirchturm gefegt.

 

Sie hörten ein lautes Krachen. Die 80 Sängerinnen und Sänger im Kirchgemeindehaus waren am Proben des Chorkonzerts für Weihnachten, als sie kurz vor 20 Uhr aufschreckten. Ein lautes Aufprallen übertönte die festlichen Gesänge am Rösslirain – der Sturm Gonzalo fegte den Turmspitz mit seiner Wetterfahne vom Kirchturm. Die vergoldete, 50 Zentimeter Durchmesser grosse Turmkugel und die Wetterfahne stürzten aufs Dach der Kirche und anschliessend auf den Vorplatz. Weil das Dach beschädigt wurde, musste die Zolliker Feuerwehr aufgeboten werden. Kommandant Andy Tschopp war mit fünf Männern und zwei Dachdeckern vor Ort, um das Dach notfallmässig abzudecken und den Regen vom Eindringen in die Kirche abzuhalten. Dreieinhalb Stunden waren die sechs Männer beschäftigt. Es war der einzige Strasseneinsatz, der die Feuerwehr in dieser stürmischen Nacht hatte, berichtete Andy Tschopp am Mittwochmorgen. Der Seerettungsdienst, der ebenfalls zur Feuerwehr gehört, musste zweimal ausrücken. Die Seeretter kamen einem gekenterten Katamaran zu Hilfe, der zweite Notruf stellte sich im Nachhinein als Fehlalarm heraus.

Wie gross der angerichtete Schaden bei der Turmspitze ist, konnte Sigrist Heinz Klopfenstein am Mittwoch noch nicht beziffern. «Die Summe dürfte aber hoch ausfallen», schätzt der Sigrist, «die Reparaturarbeiten werden aufwändig sein.» Dieses Jahr werde Zollikon wohl ohne seine goldene Spitze auskommen müssen: Bis Turmkugel und Wetterfahne, auf der das bis 2003 verwendete Wappen der Kirchgemeinde mit dem Schlüssel von Petrus verewigt ist, wieder knapp 57 Meter hoch über Boden ragen, werden wohl ein paar Monate vergehen.

 

Turmkugel als Zeitzeuge
Schaden genommen hatte die wetterexponierte Turmspitze bereits vor 15 Jahren während des schweren Sturms «Lothar». Herunterzureissen vermochten die Windböen damals den Turmspitz zwar nicht, Turmkugel und Wetterfahne mussten aber daraufhin für Reparaturarbeiten im 2001 auf den sicheren Boden heruntergeholt werden. Pfarrer Simon Gebs, der am Dienstagabend als Feuerwehrmann ebenfalls vor Ort war, und seine Konfirmanden  nahmen die Dokumente, die ähnlich einer Grundsteinlegung bei einem Bauprojekt als Zeitzeugen in der Kugel deponiert wurden, seinerzeit unter die Lupe und stiessen auf Renovationsberichte aus dem frühen 19. Jahrhundert, Fotos von Zollikon aus dem Jahr 1900, Gedanken der Kirchenpflege zur Lage des Dorfes und weitere Zeitungs- und Situationsberichte. Seit der Reparatur findet sich in der Turmkugel nicht nur ein Brief, den der damalige Kirchenpflegepräsident Heinrich Neukomm für spätere Behördenmitglieder geschrieben hat. In der Chronik zur Zolliker Dorfkirche von Wilfried Maurer ist nachzulesen, dass Jugendliche eine Collage schufen mit für sie naheliegenden «Konsumgütern» wie Kinoeintritt, Jugendmagazine, Fernsehprogramm, Kosmetika usw. Ebenso deponierten sie eine Mini-Disc mit ihren Lieblingsliedern von 2001.

Die in der Kugel der Turmspitze gelagerten Kassetten wurden durch den Sturm am Dienstagabend zwar ebenfalls beschädigt, die verschiedenen Gegenstände konnten aber unversehrt gesichert werden. Nach der Reparatur werden sie mit den anderen Dokumenten aus unterschiedlichsten Zeitepochen wieder in der Turmkugel deponiert. Und wer weiss, vielleicht wird der Turmkugel ja auch dieser Zeitungsbericht beigelegt werden, damit bei einer nächsten Renovation oder bei einem nächsten Unwetter nachgelesen werden kann, dass es am 21. Oktober 2014 stürmisch zu und her ging in Zollikon und vielen anderen Gebieten in der Schweiz. Nicht nur hierzulange gab es Chaos und Zerstörung, die abgeschwächte Form des Hurrikans Gonzalo fegte und wütete auch in unseren Nachbarländern. (mmw)

 

 

Freitag, 24. Oktober 2014

Steuerfuss soll gleich bleiben

Der Gemeinderat rechnet mit einem Gewinn von knapp 0,4 Mio. Franken für nächstes Jahr. Der Steuerfuss soll unverändert bei 82 Prozent bleiben. Fünf Jahre nach Abschaffung der Pauschalbesteuerung ist klar, dass diese der Gemeinde nicht geschadet hat.

 

An der kommenden Generalversammlung Ende November wird über das Budget 2015 diskutiert. Wie dem auf der Zolliker Website seit kurzem aufgeschalteten Weisungsheft zu entnehmen ist, rechnet der Gemeinderat mit einem Ertragsüberschuss von 372‘000 Franken. Am Steuerfuss soll nicht gerüttelt und dieser bei 82 Prozent belassen werden. Für 2015 werden Steuererträge in der Höhe von 109,5 Millionen Franken erwartet. Das entspricht einer leichten Steigerung von 0,3 Mio. Franken gegenüber dem Voranschlag 2014. In den Finanzausgleich wird Zollikon 48,9 Millionen zahlen müssen, rund 500‘000 Franken mehr als in diesem Jahr.

Der Nettoaufwand der Verwaltungsabteilungen, das heisst der Aufwand ohne Steuern, Finanzausgleich, Abschreibung und Zinsen, liegt mit 48,0 Millionen Franken um 0,6 Mio. über der Jahresrechnung 2013.  Steigen werden die Kosten der Schule, wie der Gemeinderat mitteilt. Gestiegen sind sowohl die Zahl der Schulkinder wie auch die Kosten für die Besoldung der Lehrpersonen aufgrund kantonaler Vorgaben. Die Kosten werden aus diesem Grund um 0,6 Mio. höher liegen.

Die steuerfinanzierten Investitionen steigen 2014 auf 30,8 Millionen Franken, wobei der grösste Kostenblock die Tranche für den Neubau des Wohn- und Pflegezentrums Blumenrain von 18,9 Mio. darstellt. Der Rohbau des neuen WPZ Blumenrain ist weitgehend fertiggestellt, seit Anfang 2014 werden die grossen Kostenblöcke in der Investitionsrechnung verbucht. Neben der Tranche für das Bauprojekt sind die erste Tranche des Schulhausprojektes Rüterwis und die Sanierungen am Werkgebäude an der Rietstrasse 38 sowie unaufschiebbare Sanierungsarbeiten im Hallen- und Freibad Fohrbach weitere Vorhaben der Gemeinde. Die Summe aus Ertragsüberschuss und Abschreibungen, der sogenannte Cashflow, beträgt 14,6 Mio. Franken. Beim aktuellen Investitionsvolumen ergibt dies einen Selbstfinanzierungsgrad von rund 45 Prozent.

 

Steuererträge nicht gesunken
Für den Finanzplan 2014 bis 2018 schreibt der Gemeinderat, dass trotz der leicht positiven Entwicklung bei den Steuereinnahmen in den kommenden Jahren in der laufenden Rechnung nicht jedes Jahr Ertragsüberschüsse werden ausgewiesen können.

Positiv auf die Steuererträge ausgewirkt hat sich auch die Abschaffung der Pauschalbesteuerung, wie der «Tages-Anzeiger» letzte Woche untersuchte. Mehrere Gemeinde am Zürichsee nehmen heute mehr Steuern ein als früher, obwohl etliche Pauschalbesteuerte weggezogen sind. In Zollikon waren bis zur Abschaffung der Pauschalbesteuerung im Kanton Zürich im Jahr 2009 13 Personen wohnhaft, die nach diesem Regime besteuert wurden, erklärt Gemeindeschreiberin Regula Bach. Das Gesamtsteueraufkommen dieser Personen betrug 526‘000 Franken, das Steueraufkommen der aktuell an den 13 Standorten wohnhaften Personen liegt bei über 700`000 Franken.  Dass die Wegzüge nur auf die Abschaffung der Pauschalbesteuerung zurückzuführen sind, kann die Gemeindeschreiberin so nicht bestätigen, denn drei Personen seien an einen Ort ohne Pauschalbesteuerung gezogen. «Zu- und Wegzüge gab und gibt es immer», sagt Regula Bach, die Pauschalbesteuerten hätten nur einen marginalen Anteil des Steueraufkommens ausgemacht. Zurückgegangen sind die Steuereinnahmen aufgrund der Abschaffung der Pauschalbesteuerung in der Gemeinde Zollikon auf jeden Fall aber nicht. (mmw)

 

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Freitag, 24. Oktober 2014

Veränderung als Lebensprinzip

Welchen Weg durchs Leben soll ich einschlagen? Diese Frage treibt Peter Wallimann immer wieder aus der sicheren Existenz hinaus auf neue Pfade. Doch auch wenn ihn bisher nichts für immer halten konnte und unklar ist, wohin ihn die Suche führen wird, so scheint er sich doch auf einem zielgerichteten Weg zu befinden.

 

Peter Wallimann, 49, wohnt in Zollikerberg. Es ist noch nicht lange her, seit er in eine helle Attikawohnung gezogen ist. Er fühlte sich hier sofort wohl. Grosszügig empfindet er die Zimmer, lauschig den Ort, freundlich die Menschen.

Als passionierter Fotograf hat Peter Wallimann ein Auge für das Zarte. Stundenlang kann er auf den richtigen Moment warten, um die flüchtige Schönheit einer Libelle einzufangen. Mit seinem Gedichtband «Kleiner Finger» wickelt er seine Leserschaft um den Finger, indem er sie in poetische Räume entführt.

Hat er sich einmal etwas in den Kopf gesetzt, dann bleibt Peter Wallimann hartnäckig dran. Wann und wo er dies gelernt hat, ist nicht ganz klar. Vielleicht aus der Not heraus. Als Kind einer alleinerziehenden Mutter hat er in zehn Jahren achtmal die Schule und den Wohnort gewechselt, einmal auch das Land. «Ich studiere dem nicht nach», sagt er, «es war damals einfach unser Leben.». Nach der Matura, die er mit dem Notendurchschnitt 5,7 abschloss, folgten Chemiestudium an der Universität und Doktorat an der ETH Zürich. Danach arbeitete er in der chemischen Grundlagenforschung am Massachusetts Institute of Technology MIT in Cambridge (USA) sowie an der Universität Basel. Jahre harter und erfolgreicher Arbeit

 

Liebe zur Ordnung

Peter Wallimann arbeitete gern im Labor. Er liebte es, trotz Chaos und Komplexität Schönheit und Ordnung in der Natur zu entdecken und verborgene Strukturen zu entschlüsseln. Er wollte verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält. Dennoch liess er die akademische Karriere nach einigen Jahren links liegen. Sie war ihm zur Routine geworden. So wollte er nicht alt werden. Doch wie?

Zurück aus Amerika nahm er eine Auszeit und widmete sich seiner Leidenschaft für Kunst. Er zeichnete, malte und fotografierte oft bis spät in die Nacht hinein. Peter Wallimann gefiel das kreative Schaffen, das Erforschen von Prinzipien in der Kunst anstatt im Labor. Vielleicht hätte sich daraus noch mehr entwickelt, hätte das Schicksal nicht andere Pläne gehabt. Dass Peter Wallimann Vater wurde, brachte nämlich einiges an Veränderung mit sich. Er zog mit seiner damaligen Partnerin zusammen und führte ein klassisches Familien- und Erwerbsleben. «Es war ein glücklicher Wink des Schicksals», sagt er augenzwinkernd.

Er nahm eine Arbeit als Redakteur bei einem wissenschaftlichen Verlag in Zürich an. Auch hier konnte er Ordnung schaffen: sprachlich, gestalterisch, konzeptionell. Mit der Zeit aber befiel ihn das altbekannte Gefühl: Die Arbeit wurde zur Routine und erfüllte ihn immer weniger. Und so zog es ihn weiter, diesmal in die chemische Industrie. Hier bekam er einen verantwortungsvollen Management-Posten als Marktentwickler. Eine neue Welt tat sich auf, geprägt von wirtschaftlichem, rationalem Denken.. Auch diese Tätigkeit war faszinierend, zudem sehr gut bezahlt. Und doch, sollte das auf Dauer sein Leben sein?

 

Radikale Änderung

Nach zwei Jahren entschloss er sich, auf seine innere Stimme zu hören und sich erneut zu verändern, diesmal beruflich und privat. Er verliess die Industrie und trennte sich nach zehn Jahren von seiner Partnerin. Um seinem Sohn nahe zu sein, blieb er im selben Quartier wohnen, sodass sie sich gegenseitig zu Fuss besuchen konnten. Körperlich ging es ihm damals nicht besonders gut. Der Erfolg hatte Kraft gekostet. Er verbrachte viel Zeit in der Natur, meditierte und bildete sich im Bereich Kommunikation, Coaching und Heilverfahren weiter.

In dieser Zeit traf er auf einen Lehrer, der mit Klangschalen, Gongs und Zimbeln aus der Himalaja-Region therapeutisch arbeitete. Das war genau sein Ding! Auch der Klanglehrer spürte das. Acht seiner wertvollsten Bronzeschalen vertraute er Peter Wallimann gleich beim ersten Treffen an. Nun ging es darum zu lernen, mit Klängen umzugehen und sie zum Wohl von Menschen einzusetzen. Sein früher erworbenes Wissen aus neun Jahren Erfahrung mit fernöstlichen Kampfkunstarten erwies sich dabei als hilfreich. Die wichtigste Erkenntnis jedoch war, dass es Bereiche gibt, in denen die Intuition der Logik weit überlegen ist. Dies war zugleich der schwierigste Schritt: zuzulassen, dass man nicht alles kontrollieren kann, zu erkennen, dass der Mensch in Resonanz mit sich und der Welt sein muss, um erfüllt und gesund zu leben.

Vier Jahre sind inzwischen vergangen, seit Peter Wallimann zusammen mit Enrico Bauer eine Praxis für Klangtherapie in Zürich eröffnet hat. Die beiden haben seither viele Menschen begleitet. «Entspannung ist eine Voraussetzung für jede Form der Heilung, ob körperlich oder psychisch», sagt Peter Wallimann. Klänge seien sehr hilfreich, um Blockaden zu lösen und den natürlichen Fluss wiederherzustellen.

Peter Wallimann liebt seine neue Berufung. Und doch: Ist er jetzt, nach bald 50 Jahren, am Ziel? Hat er gefunden, wonach er so lange gesucht hat? Oder wird er schon bald wieder zu neuen Ufern aufbrechen? Er lacht verschmitzt. «Vielleicht», sagt er, «doch es ist noch nicht spruchreif.» (db)

 

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Donnerstag, 23. Oktober 2014

Turmspitz vom Winde verweht

Die Sturmwinde vom Dienstagabend beschädigten die reformierte Kirche im Dorf: Der Turmspitz mit seiner Wetterfahne wurde vom Kirchturm gefegt.

 

Sie hörten ein lautes Krachen. Die 80 Sängerinnen und Sänger im Kirchgemeindehaus waren am Proben des Chorkonzerts für Weihnachten, als sie kurz vor 20 Uhr aufschreckten. Ein lautes Aufprallen übertönte die festlichen Gesänge am Rösslirain – der Sturm Gonzalo fegte den Turmspitz mit seiner Wetterfahne vom Kirchturm. Die vergoldete, 50 Zentimeter Durchmesser grosse Turmkugel und die Wetterfahne stürzten aufs Dach der Kirche und anschliessend auf den Vorplatz. Weil das Dach beschädigt wurde, musste die Zolliker Feuerwehr aufgeboten werden. Kommandant Andy Tschopp war mit fünf Männern und zwei Dachdeckern vor Ort, um das Dach notfallmässig abzudecken und den Regen vom Eindringen in die Kirche abzuhalten. Dreieinhalb Stunden waren die sechs Männer beschäftigt. Es war der einzige Strasseneinsatz, der die Feuerwehr in dieser stürmischen Nacht hatte, berichtete Andy Tschopp am Mittwochmorgen. Der Seerettungsdienst, der ebenfalls zur Feuerwehr gehört, musste zweimal ausrücken. Die Seeretter kamen einem gekenterten Katamaran zu Hilfe, der zweite Notruf stellte sich im Nachhinein als Fehlalarm heraus.

Wie gross der angerichtete Schaden bei der Turmspitze ist, konnte Sigrist Heinz Klopfenstein am Mittwoch noch nicht beziffern. «Die Summe dürfte aber hoch ausfallen», schätzt der Sigrist, «die Reparaturarbeiten werden aufwändig sein.» Dieses Jahr werde Zollikon wohl ohne seine goldene Spitze auskommen müssen: Bis Turmkugel und Wetterfahne, auf der das bis 2003 verwendete Wappen der Kirchgemeinde mit dem Schlüssel von Petrus verewigt ist, wieder knapp 57 Meter hoch über Boden ragen, werden wohl ein paar Monate vergehen.

 

Turmkugel als Zeitzeuge
Schaden genommen hatte die wetterexponierte Turmspitze bereits vor 15 Jahren während des schweren Sturms «Lothar». Herunterzureissen vermochten die Windböen damals den Turmspitz zwar nicht, Turmkugel und Wetterfahne mussten aber daraufhin für Reparaturarbeiten im 2001 auf den sicheren Boden heruntergeholt werden. Pfarrer Simon Gebs, der am Dienstagabend als Feuerwehrmann ebenfalls vor Ort war, und seine Konfirmanden  nahmen die Dokumente, die ähnlich einer Grundsteinlegung bei einem Bauprojekt als Zeitzeugen in der Kugel deponiert wurden, seinerzeit unter die Lupe und stiessen auf Renovationsberichte aus dem frühen 19. Jahrhundert, Fotos von Zollikon aus dem Jahr 1900, Gedanken der Kirchenpflege zur Lage des Dorfes und weitere Zeitungs- und Situationsberichte. Seit der Reparatur findet sich in der Turmkugel nicht nur ein Brief, den der damalige Kirchenpflegepräsident Heinrich Neukomm für spätere Behördenmitglieder geschrieben hat. In der Chronik zur Zolliker Dorfkirche von Wilfried Maurer ist nachzulesen, dass Jugendliche eine Collage schufen mit für sie naheliegenden «Konsumgütern» wie Kinoeintritt, Jugendmagazine, Fernsehprogramm, Kosmetika usw. Ebenso deponierten sie eine Mini-Disc mit ihren Lieblingsliedern von 2001.

Die in der Kugel der Turmspitze gelagerten Kassetten wurden durch den Sturm am Dienstagabend zwar ebenfalls beschädigt, die verschiedenen Gegenstände konnten aber unversehrt gesichert werden. Nach der Reparatur werden sie mit den anderen Dokumenten aus unterschiedlichsten Zeitepochen wieder in der Turmkugel deponiert. Und wer weiss, vielleicht wird der Turmkugel ja auch dieser Zeitungsbericht beigelegt werden, damit bei einer nächsten Renovation oder bei einem nächsten Unwetter nachgelesen werden kann, dass es am 21. Oktober 2014 stürmisch zu und her ging in Zollikon und vielen anderen Gebieten in der Schweiz. Nicht nur hierzulange gab es Chaos und Zerstörung, die abgeschwächte Form des Hurrikans Gonzalo fegte und wütete auch in unseren Nachbarländern. (mmw)

 

 

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