Amtliches Publikationsorgan der Gemeinde Zollikon

Donnerstag, 28. Mai 2015

Gemeinsamer Geist zu Pfingsten

Mit dem Projekt KirchGemeindePlus sucht die reformierte Kirche Zollikon gemeinsam mit ihren Nachbargemeinden neue Zusammenarbeitsformen. So haben Pfarrerin Anne-Käthi Rüegg-Schweizer und Pfarrer Andreas Cabalzar aus Erlenbach gemeinsam den Pfingstsonntags­gottesdienst gestaltet, zu dem die Zolliker nach Erlenbach pilgerten. Der Gegenbesuch der Erlenbacher wird im August stattfinden.

 

Um halb acht marschiert die Wandergruppe beim Parkplatz Allmend los, zwei Stunden später fahren im Zollikerberg und im Dorf die Busse der reformierten Kirchgemeinde Zollikon ab – der Gottesdienst in Erlenbach beginnt um 10 Uhr. Von der Zürcher Landeskirche dazu aufgerufen, stellen sich die Kirchgemeinden am unteren Zürichsee den Herausforderungen der Gegenwart. 5plus nennen sie ihr Projekt, in dem nun eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den fünf Kirchgemeinden Zollikon, Küsnacht, Zumikon, Erlenbach und Herrliberg geprüft wird. Dass Zollikon den Pfingstgottesdienst mit Erlenbach gemeinsam feiert, ist die Premiere einer ganzen Reihe bevorstehender Änderungen, mit der als Nebeneffekt der notwendig gewordenen finanziellen Neustrukturierung eine neue Vielfalt und Qualität das Kirchenleben bereichern soll.

Neue Wege wagen
«Immer wieder gibt es Umbrüche im Leben, denen wir uns stellen müssen, gewollt oder ungewollt. Wir können das nicht ändern, doch wir können es gestalten», sagt Andreas Cabalzar. «Dass Gottes Wort berührt, können wir nicht erzwingen», ergänzt Anne-Käthi Rüegg Schweizer, «wir können es bloss erbitten und empfangen.» – «Wach auf mein Herz», singen Männer und Frauen aus Erlenbach und Zollikon gemeinsam. Und es wird spürbar: Die anwesenden Herzen sind wach. Vorbei ist die Resignation, die lähmende Enttäuschung um die schwindenden Mitgliederzahlen – die gemeinsame Feier des Pfingstgottesdienstes kennzeichnet den Aufbruch, eine neue Lust, die Zukunft nun an die Hand zu nehmen, gemeinsam an und mit der Zukunft zu wachsen.

Mit Vertrauen in die Zukunft
Und die Premiere gelingt. Die Pfarrerin und der Pfarrer wechseln sich gekonnt ab, die beiden Chöre verschmelzen für diesen Gottesdienst zu einem. Zum Schluss des Gottesdienstes gibt’s unverhofft gar einen Applaus. Beim Apéro am See äussern sich die beiden Kirchenpflegepräsidentinnen Hanni Rüegg und Hedy Anderegg-Tschudin sehr zufrieden. Sie haben mit ihren Kirchgemeinden etwas gewagt und gewonnen. Die ersten Versuche der 5plus-Gemeinden lassen Zuversicht aufkommen. Die gemeinsamen Gespräche über Zusammenarbeitsformen, die Auseinandersetzungen darüber, was zu bewahren und was zu erneuern sei, das Kennenlernen der andern Dorfkultur, die Möglichkeit des Kanzel-, Orgel- oder Amtswochentauschs, bisher ungekannte Ferienablöse-Varianten, gemeinsames Musizieren, Planen und Koordinieren von Veranstaltungen und Weiterbildungen – all das öffnet neue Türen, bereichert die einzelnen Kirchgemeinden, ermöglicht ihnen andere An-, Ein- und Aussichten. Und so ist, wie auch immer die Zukunft aussehen wird, mit Pfingsten die Hoffnung gross, dass es gelingen wird, die Chance, die sich aus der Krise ergibt, zu packen und gemeinsam aufzuleben. (db)

 


 

Freitag, 29. Mai 2015

Eingeschleppte Bedrohung für die einheimische Biodiversität

Die Eisheiligen sind vorbei, nun dürfen auch frostempfindliche Pflanzen nach draussen gestellt und eingepflanzt werden. Beim Gärtnern ist der Umgang mit gebietsfremden Pflanzen, sogenannten Neophyten, besonders zu beachten. Die meist aus anderen Ländern unabsichtlich oder absichtlich eingeführten Gewächse sind auch im Zolliker Waldstück oberhalb des Friedhofs ein bekanntes Problem.

Der Begriff Neophyten bedeutet «neue Pflanzen» und umfasst Blumen, Sträucher, Kräuter, Stauden und Bäume, die erst seit der Entdeckung Amerikas im Jahr 1492 bei uns vorkommen. Die meisten der 550 in der Schweiz geläufigen Neophyten sind harmlos, wie zum Beispiel die Rosskastanie. Diese hat sich gut in die Landschaft integriert und richtet keinen Schaden an. Etwa 45 der 550 Neophyten gelten jedoch als invasiv und sind damit schädlich: Sie verdrängen einheimische Arten, vermindern die Artenvielfalt, kreuzen sich mit altherkömmlichen Pflanzenarten, verändern so die Funktionsabläufe der Ökosysteme und können Krankheiten und Parasiten, die bei ansässigen Arten nicht vorkommen, übertragen. Als direkte Folge verändern sie die Lebensräume der Tiere, speziell der Insekten. Beim Menschen können neuartige Allergien auftraten und die Mehrkosten im landwirtschaftlichen Unterhalt an Strassen, Gleisen und Ufern von Gewässern sind beträchtlich. Da Neophyten nicht Bestandteil des natürlichen Ökosystems sind, haben sie oftmals keine Feinde und werden weder als Futter-, noch als Materialquelle ¬¬– beispielsweise von Vögeln für deren Nestbau – benutzt. Ihre Ausbreitung kann daher rasant erfolgen.


Im Garten zwar schön, im Wald aber schädlich
Häufig werden invasive Neophyten in Privatgärten gesetzt, ohne zu wissen, dass das Anpflanzen einiger Arten verboten ist. Eine allgemeine Sorgfaltspflicht schreiben das Umweltschutzgesetz wie auch die seit 2008 in Kraft getretene «Freisetzungsverordnung», die den Umgang mit Organismen in der Umwelt regelt, vor. Das Bundesamt für Umwelt BAFU macht Hobbygärtnerinnen und -gärtner darauf aufmerksam, sich damit zu befassen, welche Pflanzenarten gepflanzt werden dürfen und keine unbekannten, aus den Ferien mitgebrachten Gewächse ohne Abklärung bei sich im Gartenbeet einzusetzen. Das BAFU hat zwei Listen erstellt, welche die Pflanzen gemäss ihrer Schädlichkeit einteilen: 17 invasive Neophyten, die das Potential zur Schadenverursachung haben und deren Ausbreitung überwacht wird, stehen auf der «Watch Liste». 40 Pflanzenarten umfasst die schwarze Liste, nämlich diejenigen invasiven Neophyten, deren Ausbreitung verhindert werden muss, da sie nachgewiesenermassen Schäden verursachen. Darunter sind auch «Henrys Geissblatt» (Lonicera henryi) und das Drüsige Springkraut (Impatiens glandulifera) zu finden, beide kommen im Gebiet oberhalb des Friedhofs Zollikon gehäuft vor. Henrys Geissblatt wird zur Begrünung von Gebäuden und grossen Flächen verwendet und verwildert anschliessend im Wald. Seine Verbreitung erfolgt vor allem deshalb so schnell, weil Kompost- und Gartenabfälle oftmals auch im Wald entsorgt werden. Solche Abfälle gehörten aber zwingend und ausnahmslos in den Grünabfall. Der Zolliker Förster Arthur Bodmer empfiehlt, «Henrys Geissblatt» nicht mehr anzupflanzen, denn für den Garten, wo sein Wuchs kontrollierbar ist, stellt es zwar kein Problem dar, im Wald jedoch ist die Pflanze eine mühsame Plage und Bedrohung. «Die Pflanze gibt es jedoch nach wie vor im Handel zu kaufen, es dauert wahrscheinlich noch einige Zeit, bevor sie nicht mehr im Vertrieb ist», so der Fachmann. Und weiter: «Auch auf die Anpflanzung des drüsigen Springkrauts sollte besser verzichtet werden.» Den Boden mit Sorten bepflanzen, die unerwünschte Gewächse verdrängen, ist ebenfalls eine Hilfe gegen Neophyten. Einheimische Pflanzen wie Habichtskraut, Veilchen oder Wald-Erdbeeren eignen sich dafür besonders gut. (ft)



 

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Freitag, 29. Mai 2015

Startklar fürs Jubiläum

Nicht verbissen und leistungsorientiert, sondern als Plausch und Freude am Zusammensein: Martin Eigenmann ist seit jeher im Turnverein. Seine Motivation für eine sportliche Betätigung hat er auf zahlreiche Zolliker Kinder und Jugendliche übertragen. Unter anderem mit den Sprintmeisterschaften, die dieses Jahr ihr 20-Jahr-Jubiläum feiern.

«Auf die Plätze, fertig, los!» Bereits zum 20. Mal heisst es morgen in einer Woche für Gross und Klein wieder auf zur Tartanbahn und ran an den Start: Die Zolliker Sprintmeisterschaften finden statt. Vom Dreikäsehoch, dessen grösste Herausforderung es sein wird, halbwegs gerade und innerhalb der Bahn die Strecke zu absolvieren, bis hin zum ambitionierten Läufer, der mit einer genauen Zeit im Kopf antritt, wird am Samstagmorgen auf dem Zolliker Sportplatz eine bunte Läuferschar anzutreffen sein. Und was ist die grösste Herausforderung für die treibende Kraft hinter den Kulissen der Veranstaltung? Martin Eigenmann, Initiant des Wettkampfs und noch immer an der Spitze des Organisationskomitees, lacht verschmitzt: «Die Rangverkündigung!» Worauf sich besonders die jüngsten Teilnehmenden freuen und nach der Mittagszeit kaum erwarten können, bereitet ihm etwas Kopfzerbrechen. Denn es bekommt nicht nur eine Medaille, wer an den Start geht, auch sein Name wird übers Mikrofon verkündet. «Ehrensache», meint der 53-Jährige, «aber eine echte Herausforderung, die rund 300 Namen richtig auszusprechen.»
Ebenfalls nicht einfach ist es, den ganzen Anlass, der mit vier Distanzen, 16 Kategorien und über 30 Klassen zur Vorausscheidung für den Swiss Athletics Sprint zählt, auf die Beine zu stellen. «Ganz klar braucht es Leute, die in die Hosen steigen», sagt Martin Eigenmann, «ohne freiwillige Helfer wäre der Event undenkbar.» Die helfenden Hände stammen vorwiegend aus dem Turnverein Zollikon, dem Trägerverein der Sprintmeisterschaften. Die Festwirtschaft wird seit Jahren von der Fitness-Riege des Frauenturnvereins betrieben. Sie alle wie auch das gesamte OK-Team arbeiten ehrenamtlich. Als Profis und entsprechend entschädigt wird der Samariterverein Zollikon aufgeboten, der für die Betreuung der Läufer zuständig ist, sollten sich diese verletzen oder einen Hitzekollaps erleiden. «Wir sind ein eingespieltes Team», erzählt der engagierte Zolliker. Ausser ihm gäbe es noch etliche, die schon jahrelang mit dabei seien und mitanpacken würden.

Turnerfamilie durchs Band
Die Geburtsstunde der Sprintmeisterschaften war 1996 an einem Donnerstagabend, als Martin Eigenmann die Funktion des Jugend- und Sportleiters innehatte. «Zusammen mit meiner Frau wollte ich etwas für die Bevölkerung auf die Beine stellen.» Bereits der erste Anlass wurde ein voller Erfolg und ermutigte das Ehepaar weiterzumachen. Im Laufe der Jahre wurden Neuerungen eingeführt und Änderungen vorgenommen. So wurde das Austragsdatum auf einen Samstag verlegt und die «Schnällscht Klass» eingeführt. «Anfangs mit bescheidenem Erfolgt», erinnert sich Martin Eigenmann. Heute zählt diese Kategorie zum Highlight des Anlasses. Seit kurzem wird auch ein 1000-Meter-Lauf angeboten, der sich wachsender Beliebtheit erfreut.
Die Begeisterung an der Bewegung, sie wurde Martin Eigenmann praktisch in die Wiege gelegt. Seine Mutter Rita war langjährige Leiterin des Frauenturnvereins, sein Vater Karl aktiver Turner bei der Männerriege. Die beiden noch immer in der Gemeinde wohnhaften Senioren sind auch im Alter von 77 und 82 Jahren noch heute bei ihren Vereinen dabei. Ihre Freude am Sport hat sich auf die vier Kinder übertragen und im Fall von Martin auch das Mitwirken in einem Verein. Bereits seit der 3. Klasse ist er Mitglied des Turnvereins Zollikon. Vom einfachen Juniormitglied wurde er später Leiter der Jugendriege sowie der Leichtathletik-Gruppe. Als Oberturner der Aktivriege baute er die Volleyballriege für Jugendliche auf, die er bis letzten Herbst auch jahrelang selber führte. Im Stammverein wirkt er immer noch aktiv mit, zusammen mit 20 anderen wird einmal wöchentlich in der Turnhalle Buechholz der Ball übers Netz geschlagen. «Auch wir sind je länger desto mehr eine Volleyballgruppe», meint er lachend. Seine Kinder sind ebenfalls sportlich unterwegs, sein 21-jähriger Sohn Severin ist Jugendriegenleiter, seine 24-jährige Tochter Isabelle leitet die Mädchenriege.

Nicht was, sondern dass...
Die Freude an der Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen zeigt sich bei Martin Eigenmann nicht nur innerhalb des Turnvereins. Seit zehn Jahren ist er im Dezember jeweils auch als Samichlaus unterwegs, geht von Haustür zu Haustür, um zusammen mit dem Schmutzli und Esel Familien aus Zollikon und dem Zollikerberg zu besuchen. Sei es beim Warten auf den bärtigen Mann oder auf das Umhängen der glänzenden Medaille ¬– es sind die leuchtenden Kinderaugen, die den aufgestellten Zolliker immer wieder von Neuem antreiben. «Die Kinder sind unsere Zukunft, ihnen müssen wir Sorge tragen, sie müssen wir fördern», sagt er so selbstverständlich wie entschieden. Dass er selber mitanpackt, ist für ihn keine Frage. «Selbstläufer gibt es keine, wollen wir etwas für unser Dorf auf die Beine stellen, so müssen wir auch etwas dafür tun.» Ein lebendiges Dorf ist Martin Eigenmann wichtig und als solches bezeichnet er auch seine Heimatgemeinde Zollikon. Das Angebot für Kinder und Jugendliche findet er gross, die Jugendriege sei «pumpenvoll», bei ihr bestehe gar eine Warteliste. «Etwas schwieriger wird es aber in der Oberstufe», sagt er, «viele zieht es dann in die Stadt, andere Interessen erwachen und der Freundeskreis ändert sich.» Die Jugendlichen dann in einem Verein zu halten, sei eine Herausforderung. Ob Musik, Sport oder Pfadi – nicht das Was, sondern das Dass sei entscheidend. «Wenn mir ein Jugendlicher sagt, er höre auf zu turnen, dann frage ich sofort, was er anstelle tue», meint der gelernte Elektriker, «ich finde es wichtig, dass die Jugendlichen ein Hobby haben, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.»
Auch wenn Martin Eigenmann nach der 20. Austragung der Sprintmeisterschaften etwas kürzer treten und die Organisation in andere Hände geben möchte, voller Energie ist er nach wie vor. «Dank dem Turnverein bin ich fit und habe einen grossen Freundeskreis im Dorf.» Der Dienstagabend in seinem Terminkalender ist fix reserviert für die Turnhalle – und daran wird sich auch bis ins hohe Alter nichts ändern. (mmw)

 

 



 

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Donnerstag, 28. Mai 2015

Gemeinsamer Geist zu Pfingsten

Mit dem Projekt KirchGemeindePlus sucht die reformierte Kirche Zollikon gemeinsam mit ihren Nachbargemeinden neue Zusammenarbeitsformen. So haben Pfarrerin Anne-Käthi Rüegg-Schweizer und Pfarrer Andreas Cabalzar aus Erlenbach gemeinsam den Pfingstsonntags­gottesdienst gestaltet, zu dem die Zolliker nach Erlenbach pilgerten. Der Gegenbesuch der Erlenbacher wird im August stattfinden.

 

Um halb acht marschiert die Wandergruppe beim Parkplatz Allmend los, zwei Stunden später fahren im Zollikerberg und im Dorf die Busse der reformierten Kirchgemeinde Zollikon ab – der Gottesdienst in Erlenbach beginnt um 10 Uhr. Von der Zürcher Landeskirche dazu aufgerufen, stellen sich die Kirchgemeinden am unteren Zürichsee den Herausforderungen der Gegenwart. 5plus nennen sie ihr Projekt, in dem nun eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den fünf Kirchgemeinden Zollikon, Küsnacht, Zumikon, Erlenbach und Herrliberg geprüft wird. Dass Zollikon den Pfingstgottesdienst mit Erlenbach gemeinsam feiert, ist die Premiere einer ganzen Reihe bevorstehender Änderungen, mit der als Nebeneffekt der notwendig gewordenen finanziellen Neustrukturierung eine neue Vielfalt und Qualität das Kirchenleben bereichern soll.

Neue Wege wagen
«Immer wieder gibt es Umbrüche im Leben, denen wir uns stellen müssen, gewollt oder ungewollt. Wir können das nicht ändern, doch wir können es gestalten», sagt Andreas Cabalzar. «Dass Gottes Wort berührt, können wir nicht erzwingen», ergänzt Anne-Käthi Rüegg Schweizer, «wir können es bloss erbitten und empfangen.» – «Wach auf mein Herz», singen Männer und Frauen aus Erlenbach und Zollikon gemeinsam. Und es wird spürbar: Die anwesenden Herzen sind wach. Vorbei ist die Resignation, die lähmende Enttäuschung um die schwindenden Mitgliederzahlen – die gemeinsame Feier des Pfingstgottesdienstes kennzeichnet den Aufbruch, eine neue Lust, die Zukunft nun an die Hand zu nehmen, gemeinsam an und mit der Zukunft zu wachsen.

Mit Vertrauen in die Zukunft
Und die Premiere gelingt. Die Pfarrerin und der Pfarrer wechseln sich gekonnt ab, die beiden Chöre verschmelzen für diesen Gottesdienst zu einem. Zum Schluss des Gottesdienstes gibt’s unverhofft gar einen Applaus. Beim Apéro am See äussern sich die beiden Kirchenpflegepräsidentinnen Hanni Rüegg und Hedy Anderegg-Tschudin sehr zufrieden. Sie haben mit ihren Kirchgemeinden etwas gewagt und gewonnen. Die ersten Versuche der 5plus-Gemeinden lassen Zuversicht aufkommen. Die gemeinsamen Gespräche über Zusammenarbeitsformen, die Auseinandersetzungen darüber, was zu bewahren und was zu erneuern sei, das Kennenlernen der andern Dorfkultur, die Möglichkeit des Kanzel-, Orgel- oder Amtswochentauschs, bisher ungekannte Ferienablöse-Varianten, gemeinsames Musizieren, Planen und Koordinieren von Veranstaltungen und Weiterbildungen – all das öffnet neue Türen, bereichert die einzelnen Kirchgemeinden, ermöglicht ihnen andere An-, Ein- und Aussichten. Und so ist, wie auch immer die Zukunft aussehen wird, mit Pfingsten die Hoffnung gross, dass es gelingen wird, die Chance, die sich aus der Krise ergibt, zu packen und gemeinsam aufzuleben. (db)

 


 

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